Eizellen einfrieren (Vitrifikation)
Behandlungen

Eizellen einfrieren (Vitrifikation)

Dank Vitrifikation ist Eizell-Einfrieren heute eine verlässliche Methode des Fruchtbarkeitserhalts. Eingesetzt wird es für Social Freezing und vor onkologischen Therapien, die das Eierstockgewebe schädigen können. Nach Auftauen liegt die Überlebensrate über 85%; die Eizellen sind voll ICSI-fähig.

50%
Erfolgsrate
15 Tage
Behandlungsdauer

Warum Social Egg Freezing?

Eizellqualität und -anzahl sinken ab 30, deutlich stärker ab 35. Frauen, die Kinderwunsch aus beruflichen oder persönlichen Gründen verschieben, profitieren vom Einfrieren zwischen 27–35 Jahren.

Onkologischer Fruchtbarkeitsschutz

Chemo-/Strahlentherapie schädigt die Eierstockfunktion. Ein 10–14-tägiges Stimulationsprotokoll vor der onkologischen Therapie sichert Eizellen; Notfallprotokolle in Abstimmung mit der Onkologie verkürzen die Zeit.

Ablauf und Lagerung

Stimulation, Ultraschallkontrollen, hCG-Trigger, OPU. Reife Eizellen werden in Sekunden auf −196°C vitrifiziert und in Stickstofftanks gelagert; die Lagerdauer beeinflusst die späteren Erfolgsraten nicht.

Auftauen und Anwendung

Endometriumvorbereitung mit Östrogenen. Eizellen werden aufgetaut, mit ICSI befruchtet, der beste Embryo nach 3–5 Tagen transferiert. Schwangerschaftsraten 35–55%, abhängig von Eizellanzahl und Alter beim Einfrieren.

Behandlungsablauf

  1. 1Ovarielle Stimulation
  2. 2Eizellentnahme
  3. 3Vitrifikation
  4. 4Kryolagerung

Für wen geeignet?

  • Frauen 27–38, die Mutterschaft verschieben
  • Patientinnen vor onkologischer Therapie
  • Frauen mit niedriger Eizellreserve
  • Alleinstehende Frauen, die Fruchtbarkeit erhalten möchten

Häufige Fragen

Wie lange Lagerung?

10–20+ Jahre möglich; Dauer beeinflusst Erfolg nicht.

Wie viele Eizellen?

8–15 reife Eizellen für eine Schwangerschaft, mehr im höheren Alter.

Nebenwirkungen?

Leichte Schmerzen, Spannungsgefühl; OHSS bei richtiger Dosierung selten.

Erfolgsrate nach Auftauen?

35–55% je nach Anzahl und Alter beim Einfrieren.