
Embryospende
Die Embryospende ist eine umfassende Lösung für Paare, bei denen weder die Frau Eizellen noch der Mann Spermien produziert. Von anderen Paaren gespendete, vollständig untersuchte Embryonen werden in die vorbereitete Gebärmutter der Empfängerin übertragen. Sie ist praktischer und kostengünstiger als die Kombination aus Eizell- und Samenspende.
Wer profitiert von der Embryospende?
Paare mit beidseitigen Problemen: vorzeitige Menopause oder fehlende Eierstöcke kombiniert mit Azoospermie ohne TESA/TESE-Erfolg. Auch Paare, die beide Träger einer Erbkrankheit sind, Frauen mit chromosomalen Fehlgeburten oder Paare, die eine einzelne Spende bevorzugen.
Ablauf der Embryospende
Verwendet werden eingefrorene, vollständig untersuchte Embryonen anderer IVF-Paare. Das Endometrium der Empfängerin wird mit Östrogenen aufgebaut. Am Transfertag wird der Embryo aufgetaut und schmerzfrei in 10–15 Minuten transferiert. Beta-hCG-Test 12 Tage später.
Matching und Sicherheit
Embryonen werden nach Phänotyp und Ethnie zugeordnet. Donor-Eltern durchlaufen umfangreiches genetisches Screening, Karyotyp und Infektionstests. Auf Wunsch zusätzliches PGT-A.
Rechtlicher Rahmen
Embryospende ist in Nordzypern legal und anonym. Das Kind ist rechtlich Kind der Empfänger. Identitäten werden nicht ausgetauscht; Ethikkommission begleitet den Prozess.
Behandlungsablauf
- 1Embryoauswahl
- 2Endometriumaufbau
- 3Embryoauftauen
- 4Embryotransfer
- 5Schwangerschaftstest
Für wen geeignet?
- Paare ohne Eizellen und Spermien
- Beide Partner Träger genetischer Erkrankungen
- Habituelle chromosomale Fehlgeburt
- Paare, die einen einzigen Spende-Schritt bevorzugen
Häufige Fragen
Worin liegt der Unterschied zur Eizellspende?
Bei Eizellspende wird das Sperma Ihres Partners verwendet. Bei Embryospende stammen Eizelle und Sperma von einem Spenderpaar.
Wie wird das Kind aussehen?
Das Spenderpaar wird phänotypisch zu Ihnen passend gewählt; das Kind ähnelt meist dem Empfängerpaar.
Sind die Embryonen eingefroren?
Ja, alle Spendeembryonen sind vitrifiziert und werden vor dem Transfer aufgetaut.
Wie hoch ist die Erfolgsrate?
Unsere klinische Schwangerschaftsrate liegt bei rund 60–65%.