Fetale Reduktion
Behandlungen

Fetale Reduktion

Höhergradige Mehrlingsschwangerschaften haben deutlich höhere Risiken für Frühgeburt, Wachstumsrestriktion und mütterliche Komplikationen. Die fetale Reduktion senkt diese Risiken. Entscheidung erfolgt gemeinsam, der Eingriff ultraschallgesteuert um die 11. Schwangerschaftswoche.

95%
Erfolgsrate
1 Tag
Behandlungsdauer

Wann sinnvoll?

Bei Drillingen oder mehr; auch bei Zwillingen mit mütterlichen Vorbelastungen (Frühgeburtsanamnese, Herz-/Nieren-/Diabeteserkrankungen, kleiner Uterus). Entscheidung gemeinsam mit Familie und Perinatologen.

Durchführung

In der 11. SSW. Ultraschallgesteuerter Zugang mit dünner Nadel, Lokalanästhesie, 15–20 Minuten. 24 Stunden Schonung, danach Routinebetreuung.

Risiken und Erfolge

Risiko eines totalen Schwangerschaftsverlusts 1–3%. Frühgeburtenrate sinkt deutlich, mittlere Geburtswoche steigt.

Ethische und psychologische Begleitung

Schwierige Entscheidung. Beratung und ethische Begleitung werden angeboten; Entscheidung bleibt bei der Familie.

Behandlungsablauf

  1. 1Ultraschallbewertung
  2. 2Verfahrensplanung
  3. 3Fetale Reduktion
  4. 4Nachsorgeüberwachung

Für wen geeignet?

  • Drillinge und mehr
  • Risikobedingte Zwillingsschwangerschaften
  • Risikoreiche monochoriale Schwangerschaften

Häufige Fragen

In welcher Woche?

Optimal in der 11. SSW; möglich 10.–13. SSW.

Risiko Totalverlust?

Etwa 1–3% in erfahrenen Händen.

Wie wird der Fötus ausgewählt?

Position, Entwicklung, Genetik – durch Perinatologen.

Normale Nachsorge?

Ja, Standard-Pränatalbetreuung.